Kritische Gedanken zu Mountain Lion

Im Sommer kommt OS X 10.8 Mountain Lion. Als nicht wirklich überzeugter Nutzer von OS X 10.7 Lion blicke ich Mountain Lion eher skeptisch entgegen. Meine Hauptsorge ist mit Sicherheit die Art und Weise, mit der Apple das neue OS bewirbt. Nämlich hauptsächlich mit Apps vom iPad. Nachrichten, Erinnerungen, Notizen. Ausschließlich Apps, die kaum einer auf dem iPad bzw. iPhone verwendet und auch kaum einer auf dem Mac verwenden wird.

Und Gatekeeper. Der erste Schritt zum geschlossenen System wie beim iPad. Ich würde mich nicht wundern, wenn Apple den Download von Software (neudeutsch Apps) irgendwann ausschließlich über den Mac App Store erlauben wird. Das Schlimme ist, dass man diese Funktion in Gatekeeper bereits aktivieren kann.

Die Twitter-Integration ist natürlich eher positiv, auch wenn überflüssig, weil es bereits Apps wie Twitterrific gibt und womöglich in naher Ferne Tweetbot für den Mac geben wird. Freuen darf man sich auch über die neue AirPlay-Synchronisierung.

OS X 10.8 Mountain Lion wird ein lasches Update werden. Ich frage mich, weshalb Apple dafür ein Jahr benötigt und es als Major-Upgrade herausbringt. Ich fürchte wirklich, dass Apple früher oder später das Dateisystem am Mac aufgeben wird. Das ist nicht weit hergegriffen, gerade weil sich Apple in der letzten Zeit von den professionellen Nutzern abgewendet hat. Der Erfolg von iPhone und iPad hat die Sicht wohl ein bisschen getrübt.