Router / Access Points im Test

Ich hatte in den letzten Wochen die Gelegenheit, einige Router und Access Points hinsichtlich ihrer WLAN Performance zu testen. Darunter waren die FRITZ!Box 6490, die kürzlich erschienene FRITZ!Box 6590, das neue Google Wifi, den aktuellen Apple AirPort Extreme, sowie den reinen Access Point Ubiquiti UniFi UAP AC PRO. Alle Geräte unterstützen 802.11ac, die 6590 sogar mit 4 Antennen, das Google Wifi mit lediglich 2.

Ich habe die RSSI Werte auf einem MacBook Pro mit 3 Streams (maximal also 1300 MBit/s) in jeweils derselben Entfernung (5 Meter) abgelesen, und das im 5GHz Netzwerk auf Kanal 36-48. Ab Kanal 100 (DFS) sind höhere Sendeleistungen möglich. Das Google Wifi unterstützt DFS nicht, deshalb der Fairness halber auf den nicht-DFS Kanälen.

Das 2.4GHz WiFi habe ich nicht weiter getestet, man sollte es heutzutage grundsätzlich meiden, wenn man zuverlässige Übertragung erwartet.

Der Gewinner ist eine echte Überraschung. Beginnen wir mit dem Schwächsten:

Google Wifi, -65dBm
Ubiquiti UniFi UAP AC PRO, -63dBm
FRITZ!Box 6590, -61dBm
Apple AirPort Extreme, -60dBm
FRITZ!Box 6490, -54dBm

Hinweis: je näher der RSSI-Wert bei 0 ist, desto besser.

Die erste große Überraschung ist wie schwach ein einzelnes Google Wifi ist. Nicht nur ist die Signalstärke schwach, auch die Tx Rate war bei keinem anderen Gerät so schwankend und niedrig. Die nächste große Überraschung ist die neue FRITZ!Box 6590, deren Signalqualität deutlich schlechter ist als bei dem Vorgängermodell 6490, die mit deutlichem Vorsprung gewinnt.

Ich kann mir nicht erklären, weshalb AVM die 6590, sowie alle anderen aktuellen AVM Flagschiffgeräte, als High-End-WLAN bezeichnet, wenn es abgesehen von 802.11ac Wave 2 Funktionen wie MU-MIMO den älteren Geräten unterliegt. Sogar der Ping zum Router war weniger stabil und etwas höher als bei der 6490.